BORUSSEUM Karfreitag geschlossen – Wir ehren die Opfer des Nazi-Terrors
 
[22.03.13] Das BORUSSEUM ist fast an jedem Tag des Jahres für Besucher geöffnet. Nur an drei Tagen bleibt es geschlossen. Am Heiligabend, am Neujahrstag und jeweils am Karfreitag. Warum auch am Karfreitag?
 
 Plakat 2013
Plakat 2013

Seit Jahrzehnten wird in Dortmund am Karfreitag der Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft und insbesondere der 300 Mordopfer vom Karfreitag 1945 gedacht. Die Pflege und Förderung der Erinnerungskultur sind dem BORUSSEUM ein großes Anliegen. Durch die Entscheidung, Karfreitag nicht für Besucher zu öffnen, setzt das BORUSSEUM ein Zeichen und stellt sich auf die Seite derer, die die Werte des Vereins und der Gesellschaft verteidigen. Wir treten für Toleranz, Vielfalt und Demokratie ein und stellen uns denen entgegen, die diese Werte missachten.

 

Rund um die Ostertage 1945 ermordeten Angehörige der Gestapo und SS im Rombergpark, der Bittermark und auf einem Eisenbahngelände in Hörde rund 300 Menschen. Die Getöteten waren Zwangsarbeiter aus sechs Nationen und deutsche Widerstandskämpfer. Unter ihnen auch die Borussen Heinrich Czerkus und Franz Hippler.

 


Das BORUSSEUM-Team lädt ein und ruft auf…

 

…, Flagge zu zeigen durch die Teilnahme am Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf und an der Gedenkfeier am Mahnmal in der Bittermark.

 

Der Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf findet in diesem Jahr zum 09-ten Mal statt. Die Jahr zu Jahr steigende Teilnehmerzahl macht deutlich, dass diese Veranstaltung einen immer größeren Stellenwert erlangt hat. Veranstalter sind die Naturfreunde Kreuzviertel, der BVB-Fanclub Heinrich-Czerkus, das Fanprojekt Dortmund e.V. und der BVB. Um 12 Uhr treffen sich Wanderer, Walker, Läufer und Radfahrer zum Start am Stadion Rote Erde. Der Gedächtnislauf ist kein sportlicher Wettkampf.

 

Der Weg führt in die Bittermark. Bei der dortigen Gedenkfeier werden in diesem Jahr Mitglieder der BVB | Fan- und Förderabteilung einen Programmbeitrag leisten und die drei Widerständler aus den Reihen der Borussia vorstellen. Dies ist neben den beiden Opfern der Karfreitagsmorde Heinrich Czerkus und Franz Hippler, auch Fritz Weller. Er überlebte als Einziger die Zeit der Nazi-Herrschaft.

 

Auf der Liste der Redner steht auch unser Präsident Dr. Reinhard Rauball.

 

Weitere Informationen siehe auch hier.


Gedenken am Mahnmal in der Bittermark
Gedenken am Mahnmal in der Bittermark
 

 

BORUSSEUM, Strobelallee 50, 44139 Dortmund, E-Mail: borusseum@bvb.de
Telefon : +49 (0)231 90 20 1368, Telefax: +49 (0)231 90 20 1344